5 Blockchain Beratungsunternehmen aus Rhein-Main

Um weitere Köpfe für unsere Crypto Community Mainz zu finden, recherchierte ich nach Unternehmen die Blockchain Beratung anbieten. Jedoch keine 0815-Beratern, die dir alles verkaufen wollen sondern mit Inhalt und Denkanstößen dich und dein Unternehmen nachhaltig voranbringen möchten.

Codecentric AG – Blockchain Lab aus Frankfurt

 

Logo Codecentric

Einen direkten Kontaktpunkt hatte ich über den Bundesverband Blockchain mit der Codecentric AG. Kai Herings hatte ein Slack Channel erstellt für den Einsatz von Blockchain in Supply Chain. Als Innovation Accelaration Lead entwickelt er mit Kunden an neuen Produkten und Geschäftsmodellen. Der ersten Blog-Beitrag zu Blockchain erschien am 21.08.2017. Seit dem hat das Blockchain-Team 10 Artikel verfasst zum Thema. Schön zu sehen und zu lesen ist das hands-on Tutorial zur Integration von RuuviTag mit IOTA, da ich aus persönlichem Interesse mit IOTA intensive beschäftige. Für das Knowledge-Sharing in Form von Tutorials und Insights, erhält Codecentric von mir 10 Points! Wie du evtl. von den Blogbeiträgen und generellen Texten zu Blockchain liest, sind die Inhalte eher von „Techies“ geschrieben. Ganz klar sagen die Autoren auch, dass Blockchain nicht das Allheilmittel ist.

Wie alle großen Technologie-Erfindungen unserer Zeit findet aber auch ein Hype statt, und einige Firmen sehen die Blockchain als eierlegende Wollmilchsau an. Dies ist nicht der Fall, ein Einsatz muss wohlüberlegt erfolgen. Trotzdem sollte man am Puls der Zeit bleiben und das Geschehen zumindest beobachten.

Die Codecentric AG hat mehrere Standorte in Deutschland. Unter anderem auch in Frankfurt. Im März 2018 wurde der Chainday veranstaltet, eine kostenlose Veranstaltung die Kunden und Interessierten einen guten Einblick in Distributed Ledger Technologie verschaffte. Deutschlandweit ist die Codecentric AG im Community Bereich sehr aktiv.

brainbot AG – Ethereum Blockchain-Beratung und -Entwicklung aus Mainz

 

Logo brainbot AG

Eins der führenden Köpfe und Blockchain-Unternehmen aus der Rhein-Main Gegend, wie ich in einem vergangenen brainbot Beitrag bereits geschrieben habe. Gerne würde ich etwas mehr über ihre Blockchain-Aktivitäten schreiben. Jedoch ist die brainbot AG nicht sehr aktiv in der Rhein-Main Region. Seit Ende 2017 sind keine Blogbeiträge mehr verfasst worden. Community-Arbeit kann ich leider auch keine beobachten. Öffentliche Vorträge in der Region auf Meetups oder Konferenzen in Deutschland habe ich auch keine finden können (außer speziell zu Ihren Projekten, die unter einer eigenen Produktmarke laufen). Auf der Service Seite stellt das Team konkret vor, welche Blockchain-Dienstleistungen angeboten werden. Ansonsten ist das Team in Mainz aktuell schwer zu erreichen. Gerne würde ich mehr positive Informationen über die brainbot AG hier schreiben, jedoch gibt es keine konkrete Fakten. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT aus Darmstadt

 

Logo Frauenhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie

Wenn es um IT-Sicherheit und Datenschutz geht, spielt das Frauenhofer-Institut SIT weit vorne mit. Im Leistungsangebot des Instituts findest du auch Blockchain-Beratung. Doch halt… da gibt es auch noch DAS Frauenhofer-Institut, das Frauenhofer-Institut IML, das Frauenhofer-Verbund IUK-Technologie und das Frauenhofer-Institut FIT. Alle beschäftigen sich mit Blockchain. Das war bei der Recherche etwas undursichtig. Ich nutze also die Suchfunktion auf der Webseite der SIT und gebe „Blockchain“ (für die Nerds unter Euch, schaut dir mal den GET-Parameter an. Der Query-Parameter ist gehashed 😉 ) ein. Als Ergebnis erhalte ich eine Liste an Veranstaltungen und Programmen, an denen die SIT als Gastgeber Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Unter anderem für die Gesellschaft für Informatik unter dem Namen GI-ECOM Workshop, dem 28. SmartCard Workshop, den Eberbacher Gespräche und einer Preisverleihung an Eduard De Jong. Ansonsten findet man keine weiteren relevanten wissensvermittelnden Quellen zu Blockchain auf der Webseite des Frauenhofer-Instituts SIT. In den Event-Programmen trägt die SIT bisher nur zu Themen wie „Einführung zu Blockchain“ bei. Ich gehe davon aus, dass die Inhalte gezielt so ausgelegt sind, da deren Fokus auf Kryptographie liegt. Schade, ich hätte mehr erwartet. Vorallem da die Seite den Services des SIT folgende Dienstleistungen bewirbt:

Das Fraunhofer SIT bietet eine umfassende allgemeine Einführung in die Technologie und berät in Bezug auf die Möglichkeiten, den Nutzen sowie Vor- und Nachteile von Blockchain-Technologien in konkreten Anwendungsszenarien. Als neutrales Institut kann das Fraunhofer SIT durch seine Kompetenz in der Informationstechnologie auch in der Frage beraten, ob und welche Blockchain-Technologien sich für einen bestimmten Einsatzzweck eignen und ggf. effizientere Alternativlösungen empfehlen.

Ich plane gerade ein Blogartikel und eine Präsentation für den 04. September 2018 über die Blockchain-Forschung und Entwicklung in Deutschland und der Region. In diesem Meetup und kommenden Blogbeitrag widme ich mich Aktivitäten von Institutionen, unter anderem von den verschiedenen Frauenhofer-Instituten, die Forschung und Entwicklung zu Blockchain betreiben.

LEADVISE Reply GmbH – Managementberatung aus Darmstadt

 

Logo Reply Leadvise

Entweder macht das Team von Leadvise sehr gutes SEO oder der Google Suchalgorithmus ist sehr schwach geworden. Auf Twitter gab es in den letzten 12 Monaten zwei Tweets über Blockchain. Einen Retweet über einen Zeit-Artikel. LinkedIn als auch XING-Neuigkeiten zeigen auch keine Signale zu Blockchain-Inhalten. Veranstaltungsmäßig lief hier in dem letzter Zeit auch wenig. Ein Blockchain Executive Briefing im Mai 2017 wurde in Frankfurt veranstaltet. Außer zu sagen, dass die Blockchain-Landingpage gut aufbereitete Informationen hat und schön aussieht, habe ich keine weiteren nennenswerten Informationen gefunden. Drei Blog-Beiträge schreiben über Allgemeine Inhalte zu Blockchain und verweisen mit dem Suchbegriff „Blockchain-Beratung für Führungskräfte“ auf die Landingpage. Google was ist los mit dir? Ich suche Blockchain-Berater in Rhein-Main mit guten Inhalten, die auch was in der Community machen! Falls du Leadadvise kennen solltest und weitere Informationen zu dere Blockchain-Akitivitäten hast als meine Recherchen ergeben haben, ich freue mich.

Innoblock GbR (bald UG) – Blockchain-Beratung aus Mainz

 

Logo Innoblock

Die Jungs von innoblock solltet ihr bereits kennen. Felix Green unterstützt mich bei den monatlichen Meetups und sein Wissen über Blockchain ist stark! Seinen Enthusiasmus haben wir in den vergangenen Meetups hautnah erleben können. Er brennt wortwörtlich für die Technologie und die Community. Weiterhin hilft er dem Projekt Positiveblockchain.io. Auf verschiedenen Veranstaltungen klärt er und sein Team über Blockchain auf. Gut für die Community und gut für’s Business ;). Aktuell firmiert sich die GbR in eine UG um. Da einige Projekte in der Pipeline sind. Felix investiert seine Zeit bei der Planung und Umsetzung des Blockchain Camps gemeinsam mit der IHK-Rheinhessen, den Mainzer Stadtwerken und dem Gutenberg Digital Hub. Wollt ihr junge und ambitioniere Blockchain-Berater? Dann ist innoblock eine gute Anlaufstelle.

Fazit

Egal zu welche Blockchain-Beratern du hier gehen solltest, ich denke von allen erhälst du eine gute Beratungsdienstleistung. Möchtet ihr es Technik-lastig, wären Codecentric oder das Frauenhofer-Institut eher die Ansprechpartner, wobei beide ihre Managementberater haben, die auch in Business-Sprache, Blockchain-Technologie verständlich erklären können. Ich persönlich finde Unternehmen sympathisch, die Zeit in den Aufbau von Communities investieren, um das Blockchain-Wissen an die „Masse“ vermittelt. Diese Wissensvermittlung ist gerade jetzt in den Anfängen enorm wichtig. Zum Beispiel wie innoBlock als auch Codecentric. Leadvise scheint eine „typische“ Managementberatung zu sein, die kaum Akvititäten in Bereich Blockchain-Community-Building zeigt.

Ich hoffe der Artikel hat dir Mehrwert gebracht. Er sollte einen Überblick geben welche Blockchain-Berater es in Raum Rhein-Main gibt.

In eigener Sache. Aktuell verschiebe ich meinen Fokus in die Blockchain-Beratung. Das Thema macht einfach zu Spaß. Falls du Interesse einer Zusammenarbeit hast, freue ich mich auf deine Anfrage.

 

Sparkasse Mainz und Blockchain?

Auf meinen Recherchen über Firmen und Köpfe in Mainz und Rheinhessen google ich unter anderem das Stichwort „Blockchain Mainz“. Hierbei stolperte ich über verschiedenen Beiträge der Sparkasse Mainz, direkt in den top 10 Suchergebnissen von Google. Nun gut, dachte ich mir. Dann widme ich diesen Beitrag der Sparkasse Mainz.

Die Bierdeckel Metapher

Meine Sparkasse Rubrik Wissenswertes

Auf der Webseite der Sparkasse Mainz findest du unter der Rubrik Wissenswertes aktuell (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meines Artikels) vier Beiträge zum Thema Blockchain und Distributed Ledger. Der erste Artikel erschien am 6. Oktober 2017 mit dem Titel Die Blockchain auf dem Bierdeckel – ein Erklärungsversuch. Bevor ich diesen Erklärungsversuch kommentiere erstmal mein Chapeau an die Sparkasse Mainz. Es ist notwendig, dass Aufklärung zu diesem doch etwas technischen Thema betrieben wird. Herr Daniel Hörner (Kommunikationsreferent der Sparkasse Mainz) nimmt sich die Mühe, um ein technisch-lastiges Thema in eine leicht verdauliche Kost für den Mittelstand und Verbraucher zu verarbeiten. „…Immer auf der Suche nach aktuellen Verbrauchertipps für Sie.„, wir können der Sparkasse Mainz zustimmen, dass Blockchain & Co. ein sehr aktuelles Thema ist und sicherlich den Verbrauchern hilft ein besseres Verständnis für die Sache zu erhalten.

„Manchmal hält revolutionäre Technologie Einzug in unser Leben, ohne dass wir es mitbekommen.“ 

Ja sie ist revolutionär, jedoch ist sie noch nicht im Leben von uns eingetroffen. Wir verifizieren unsere Identität noch nicht auf einem Distributed Ledger. Wir bezahlen unsere Einkäufe in Deutschland noch nicht mit Krypto-Währungen. Bitcoin ist noch kein offizielles Zahlungsmittel im Lande. Die Gesetzesgrundlagen sind noch unklar und ist Neuland für die deutsche Legislative. Den einzigen Einzug den 99,99% der Bevölkerung mitbekommt steht im Wohnzimmer und nennt sich TV, Mainstream-Media, von halbwissenden Journalisten oder Beratern. Ich spreche hier nicht von base85, CCN, btc-echo, tangleblog oder andere dedizierten online Quellen. Es wäre wünschenswert, dass die genannten Punkte bereits ein Teil meines Lebens wären. Kein Bargeld mehr, kein Papierkram mehr bei Behördengängen und Tanken über den IOTA-Tangle wäre natürlich das i-Tüpfelchen.

Die Metapher beschreibt die Blockchain-Technologie mit Hilfe eines Kneipiers, Bierdeckeln und Gästen. Metaphern sind gut, um komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen, jedoch sollte eine essentielle W-Frage beantwortet werden. Warum? Warum gibt es die Blockchain und warum ist diese so erfolgreich? Verständnis schafft man nur, wenn man die Warum Frage beantwortet. Zu oft wird die Was-Frage beantwortet. Was ist die Blockchain? Das kann im zweiten oder dritten Schritt passieren.

Ich vermisse in dem Artikel das Stichwort „Vertrauen“. Als Gast vertraue ich darauf, dass der Kneipenbesitzer das richtige Getränk und die richtige Anzahl in die Kasse eingibt. Es reicht nicht aus, nur einen Strich auf den Bierdeckel zu setzen. Ich vertraue darauf, dass meine Trink-Kumpanen, keinen Strich hinzufügt und mir etwas unterjubelt, das ich gar nicht getrunken habe. Und ich vertraue darauf, dass der Kneipier die Gäste im erhöhtem alkoholisiertem Zustand meine Geldbörse nicht plündert. Alles Szenarien, die wir in der Realwirtschaft kennen. Aus diesem Grund gibt es Notare, Anwälte, Zwischenhändler und Banken, denen wir vertrauen.

In einer Public Blockchain geht es um vertrauenslose Transaktionen. Du vertraust nicht deinem Gegenüber. Du vertraust nicht einem Intermediär (einem Notar, einer Bank oder sonstigen dritten Partei). Dem einzigen den du vertrauen musst, ist dem Quellcode und dem dezentralen Computer-Netwerk. Wenn du ein versierter Programmierer bist, könntest du den Open Source Quellcode einsehen. Theoretisch möglich, praktisch vielleicht zu aufwendig.

Am Ende verweist der Artikel der Sparkasse Mainz auf ein Interview mit Herrn Joachim Erdle (Leiter Corporate Finance der LBBW) inklusive einem Image-Youtube Video über die Zusammenarbeit der LBBW und der Daimler AG in einem Blockchain-Projekt (Prototyp). Schau selbst.

Was denkst du? Drei Stichworte Private Blockchain, professionelle Teilnehmer und hohe Qualitätsansprüche. Jeder Blockchain-Enthusiast und Idealist wie Andreas Antonoplous würden jetzt aufspringen und laut aufschreien! Drei Eigenschaften, die ein Intermediär nutzt, um seine Dienstleistung und Daseins-Berechtigung an den Endverbraucher zu verkaufen. Eigenschaften, die eigentlich nichts mit den Visionen von Bitcoin zu tun haben. Positiv ist, Unternehmen setzen sich mit der Technologie aus, um Vorteile für Ihre Dienstleistungen zu nutzen. Ob diese Vorteile auch auf den Verbraucher umgelegt werden? Ich hoffe es ist nicht nur ein Marketing-Hülle, die als Aufmerksamkeitsmagnet genutzt wird, sondern solche Projekte wirklich genutzt werden um bessere Dienstleistungen für den Verbraucher zu schaffen.

Die Schweine Metapher

Auch als erstes Kreditinstitut Rheinhessens finden wir dieses Thema spannend und möchten eine kleine Einführung zu Ether, IOTA, Ripple & Co. geben.

Nach dem Erklärungsversuch, kommen wir zu einer „kleinen“ Einführung. Nach einer kurzen Abhandlung des Barter-Geschäftes als Metapher von Schweine- und Ziegenhandel geht der Autor kurz auf Vertrauen ein und auf die Frage „Warum“ ein. Mein Kritikpunkt im ersten Beitrag wird im zweiten Beitrag teilweise entkräftet.

Verfechter von Kryptowährungen bemängeln zudem, dass bei Transaktionen keine Übertragung der Geldwerte auf digitalem Weg direkt zwischen zwei Parteien möglich sei – dazu sind als vermittelnde Instanz bis heute Banken nötig. Die Idee hinter Kryptowährungen ist, von diesen Gegebenheiten unabhängige Währungen zu erschaffen.

Warum schreibt der Autor im Konjunktiv „…dass bei Transaktionen keine Übertragung der Geldwerte auf digitalem Weg direkt zwischen zwei Parteien möglich sei.“ Sind bei Krypto-Währungen Peer-2-Peer Transaktionen nicht möglich? Wieso schreiben er in Annahmen? Gerne kann ich Herrn Hörner persönlich demonstrieren, wie ich ihnen über myetherwallet oder einem Ledger Nano S eine P2P-Transaktion durchführe. Eine Idee sind Krypto-Währungen schon lange nicht mehr. Schauen wir uns auf die Liste der Länder, die Bitcoin als legal oder offizielles Zahlungsmittel erlauben. Diese Liste ist ein Indiz, dass wir nach 10 Jahren schon lange von einer Idee weit entfernt sind.

Wer sich an der Berechnung der Verschlüsselung der Blockchain beteiligt, kann als Belohnung dafür Coins der entsprechenden Währung erhalten.

Die Teilnehmer des Netzwerkes mit einem „Mining“ Status werden nicht für die Verschlüsselung belohnt, sondern müssen einen Schlüssel per Brut-Force raten. Transaktionen und Blöcke werden von jedem Full-Node verschlüsselt. Für diese Arbeit gibt es keine Belohnung.

Anschließend können Sie Ihre Coins online, oder noch besser, mit Hilfe einer Software („Wallet“ genannt) auf Ihrem Computer aufbewahren. Am sichersten sind sogenannte „Offline-Wallets“, mit denen Sie die Coins ohne eine Internetverbindung aufbewahren, z.B. auf einer Art USB-Stick.

Ein schöner Gedanken die „Coins“ physikalisch zu besitzen. Jedoch oft misverstanden. Für den Endverbraucher vielleicht verständlicher und wünschenswerter. Vielleicht kann man die Coins in die Sparsocke stecken und unter die Matratze verstecken? Der Privatschlüssel ist hier das Stichwort. Wie ein Schlüssel zu einem Safe, haben Sie Zugriff auf Ihre Coins oder Tokens. Nur steht der Safe nicht bei dir im Zimmer sondern ist eben „dezentral“. Nur mit diesem Schlüssel hast du die Berechtigung auf „Coins“ in der Blockchain zuzugreifen.

Dass der Bio-Gemüsehändler nun nicht fortlaufend seine Bezahlmöglichkeiten an den aktuellen Bestand an Kryptowährungen anpasst, wundert daher wohl niemanden – sonst würde sein Gemüse bald nur noch als Schweinefutter taugen…

Korrekt, aber dafür geben sie Herr Hörner Verbrauchertipps. Welche Krypto-Währungen sind stabil und verschwinden nicht in den nächsten 5 Jahren? Es gibt in Australien Imbissbuden-Besitzer, die Krypto-Währungen akzeptieren. In Japan gibt es Sushirestaurants. Oder schauen wir uns doch wieder eine Liste an Unternehmen an, die Krypto-Währungen als Zahlungsmittel akzeptieren.

Wer also mit dem Gedanken spielt, sein mühsam Erspartes in eine Kryptowährung zu investieren, der sollte sich überlegen, was ein Totalverlust für ihn bedeutet. 

Korrekt. Der Handel mit Krypto-Währung ist riskant. Das Investment in Krypto-Währung ist ebenfalls riskant. Ist der allgemeine Handel mit Devisen oder Investment in Fonds und Aktienmärkten nicht generell risikoreich? Wer sagt, denn, dass man all sein Hab und Gut anlegen muss? Angstgefühle schüren hilft bei Aufklärung nicht. Eine Einführung zu einem Thema zeigt Vor- und Nachteile. Bisher lese ich eher Nachteile in den Artikeln. Wenn die Sie Dogecoin als Beispiel eines sinnfreien Coins nehmen, dann schauen wir uns bitte doch nochmal auf die Definition von Geld. Sobald Menschen ein Ding als Zahlungsmittel anerkennen, dann ist es als Geld anzusehen. Dass Dogecoin als Fundraising-Mittel genutzt wird, um zum Beispiel die Teilnahme der Jamaica Bob-Manschaft an den olympischen Spielen zu finanzieren, gibt dem Coin Sinn für Zahler und Empfänger und hat somit Anspruch von Geld. Da Dogecoin auf einem Sekundär-Markt gehandelt wird, zeigt, dass es einen Wert hat für Verkäufer und Käufer.

Die Ripple-Welle Metapher

Welle

Was ist denn besonders an der Ripple-Welle? Was ist innovativ an der Technologie? Ripple nutzt die Welle von Blockchain und Bitcoin, um die eigene Technologie Banken zu vermarkten. Die Technologie von Ripple nutzt einen Distributed Ledger (Konten in einer verteilten Datenbank auf verschierenden Ripple-Servern). Es handelt sich eher um eine Zahlungsprotokoll als eine Krypto-Währung. Die eigenen Krypto-Währung XRP soll als „universal“ Medium dienen, um andere Dinge zu repräsentieren wie Schuldschein, andere Währungen wie dem Dollar oder EUR aber auch andere Krypto-Währungen.

Ripple ist ein Partner statt Rivale? Eine Technologie ist kein Rivale. Hinter Blockchain oder Bitcoin steht keine Organisation, die eine Strategie hat Banken nieder zuwerfen. Es sind Startups und andere Technologie-Unternehmen, die die Technolgie nutzen, um den bestehenden Finanzmarkt aufzurütteln. Doch es ist Ripple, die mit SWIFT rivalisiert. Ripple möchte das Standard-Zahlungsprotokoll zwischen Banken werden. Nur wird hier nicht die Krypto-Währung genutzt sondern eigens entwickelte Produkte wie xCurrent, xRapid und xVia. Transaktionen zwischen Banken nutzen kein XRP!

Ja, Ripple hat ein reales Produkt. Aber auch andere Blockchain-Tech Unternehmen haben ein reales Produkt. Ist Ethereum kein Produkt? Ist Enigma kein Produkt? Ripple hat verglichen zu den noch jungen Blockchain-Unternehmen etwas mehr Zeit gehabt. Nachdem Ryan Fugger 2004 mit der Entwicklung startete und 2012 gemeinsam mit JedMcCaleb und Chris Larsen durchstartete, gab es ein Produkt, welches sie dann weiter entwickelten. 6 Jahre sind eine lange Zeit in der Krypto-Welt. Die meisten Krypto-Währungen haben gerade mal 2-3 Jahre hinter sich. Was werden wir in 4 Jahren sehen? Ein reales Produkt ist ein Produkt, das von Menschen und Organisationen genutzt werden. Und ich glaube, es gibt genügend reale Beispiele, die zeigen, dass diese Blockchain-Technologie bereits genutzt werden.

Es gibt noch einen weiteren Unterschied zu Kryptowährungen wie Bitcoin. Alle Einheiten von XRP (100 Milliarden) wurden mit Entstehung der Kryptowährung geschaffen. 80 Milliarden wurden an die gewinnorientierte Gesellschaft Ripple Labs übertragen, welche davon wiederum 55 Milliarden an die Nutzer ausgibt.

  1. Ripple agiert nach dieser Aussage als Zentralbank? Einer globalen Zentralbank?
  2. Quellen sagen aus, dass nicht alle 55 Milliarden an Nutzer ausgegeben wurden. Aus diesem Grund wurde diese Summe in einen Escrow-Service geschoben, um Investoren zu beruhigen.

Die Effi Briest Erzählung

Es riecht nach Idylle in der Schweizer Voralpenlandschaft. An die Ufer des Zugersees und an die Hänge des Zugerbergs schmiegt sich die 30.000-Einwohner-Stadt Zug. Am Horizont zeigen sich die Berge der Alpen mit ihren beeindruckenden Gipfeln, weiße Spitzen ragen selbst im Sommer in den Himmel.

Die Revolution aus dem Äther – Eine Erzählung aus der Beobachter-Perspektive. Es ist schön zu lesen und weckt meine Erinnerungen aus dem Deutsch-Grundkurs. Effi war auch ein Revolutionärin (und zufälligerweise auch 17 Jahre alt wie Vitalik, der im gleichen Alter Bitcoin entdeckte 😉 ) und hat den Status Quo durch eine Liebesbeziehung gebrochen. Die Story von Vitalik Buterin ist interessant, ob er ein Wunderkind ist, bezweifle ich, begabt scheint er laut Wikipedia zu sein. Er hat das Prinzip von Bitcoin, Smart Contracts von Nick Szabo und virtueller Maschinen kombiniert. Hinzuzufügen, wäre dass er Ethereum nicht alleine entwickelt hat sondern Mitgründer hatte. Über die Technik und die Antwort auf die Fragestellung „Warum Etherum so interessant ist und welches Problem löst es?“ hätte ich mir mehr Inhalt vom Autor gewünscht. Warum ist die Ethereum ein Sakrileg und was ist daran wirklich so revolutionär? Die Vertrauensfrage wurde bei Bitcoin ebenfalls gelöst. Eine Metapher wie in den vorherigen Artikeln wäre hilfreich gewesen.

Fazit

Der Versuch Krypto-Währungen und Blockchain zu erklären ist teilweise geglückt. Sachlich ist hier und da nachzubessern. Gerade da das Ziel der Beiträge sein sollte, Verbrauchern über die Blockchain-Technik aufzuklären. Anstatt ein Projekt der LBBW zu bewerben, welches sich nicht um ein aktives Projekt handelt sondern um ein Prototyp, wäre mehr Inhalt zu der Technik und mehr konkrete Beispiele wünschenswert gewesen. Es ist gut zu sehen, dass in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, Menschen über Blockchain berichten, um hier Aufklärung zu betreiben. Doch ist das Thema relative jung und du solltest online Quellen kritisch hinterfragen (auch meine Seite) und zusätzliche Quellen lesen, um ein breiteres Bild zu Blockchain zu verschaffen.

Zu den Artikeln der Mainzer Sparkasse:

Blockchain Köpfe in Mainz und Rheinhessen – die brain bot AG

Berlin ist die Hochburg der Blockchain-Szene und Frankfurt bekannt für Fintech-Startups. Darunter befinden sich auch Startups, die ein ICO hinter sich haben. Einige sind noch in Planung. Was jedoch passiert aber im Bereich Blockchain in Mainz und Rheinhessen? Wer sind die Köpfe und Blockchain Evangelisten hier? Um diese Fragen geht es in dieser Serie. Für jede Person/Unternehmen wird es in Zukunft einen eigenen Beitrag geben.

brain bot Technologies AG – Ethereum Entwickler

brain bot AG Logo

Der Hauptsitz von brain bot liegt in Mainz. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2000 von Heiko Hees. Leider findet man sonst nicht viel über das Unternehmen, da es wenige und weniger aktuelle Artikel auf Medium und auf der LinkedIn Unternehmensseite gibt. Laut XING Unternehmensseite arbeiten 8 Mitarbeiter (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels) für die brain bot AG, hingegen zeigt LinkedIn 24 Mitarbeiter an. Die Stellenausschreibungen zeigen, dass das Team auch von München und Berlin aus agieren. Weiter Mitarbeiter arbeiten nach LinkedIn Profilen in Frankfurt, Kopenhagen, Mumbai, Brasilien, Belarus und Lichtenstein. Ansonsten geben andere Social Media Kanäle wie Twitter (67 Tweets und 1542 Followers) und Facebook (29 Likes) wenig her. Vorallem haben die Kommunikationsaktivitäten seit Dezember 2017 stark nachgelassen. Ich vermute die Jungs und Mädels haben einige Projekte in der Pipeline und fokussieren sich auf den technischen Part. Anscheinend braucht das Team nicht ins Marketing-Horn zu blaßen, da genügend Arbeit auf dem Tisch liegt.

An was arbeitet brain bot?

Öffentlich werden drei Projekte vorgestellt. Sie arbeiten am Trustlines Network, dem Raiden Network und der HydraChain. Als Gründungsmitglied der Enterprise Etherum Alliance, denke ich arbeitet das Team noch an nicht-öffentlichen Projekten. Zusätzlich ist brain bot als Partner auf der Webseite des Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) gelistet, ob hier eine aktive Partnerschaft besteht, lasse ich mal stehen.

Das Trustlines Network Projekt

Lassen wir das Video (Englisch) für sich sprechen.

Nach meinem Verständnis und einfachen Worten erklärt, soll Trustlines Network zwischen Menschen, die sich nicht kennen, Transaktionen ermöglichen. Das funktioniert, indem Transaktionen über „vertraute“ Personen durchgeführt werden. Wie in der realen Welt tendiere ich einer unbekannten Person zu vertrauen, wenn diese von einem Freund, Bekannten oder Business Kontakt empfohlen wurde. Im Falle des Trustlines Network, sehe ich die unbekannte Person theoretisch nicht. Details wie IOU (Kreditvergabe) und weitere technische Ausführen lasse ich hier mal weg. Sonstige mögliche Anwendungszenarien findet Ihr auf der Webseite. Als Vorbild nehmen sich die Entwickler die ursprünglich Ripple Idee von Ryan Fugger.

Das Trustlines Network Protokoll ist noch in den Kinderschuhen, wie auch das Whitepaper in Version 0.3 (Stand Februar 2017) zeigt. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, für das Projekt gibt es dedizierte Social Media Accounts für Twitter, Facebook und Youtube.

Das Raiden Network Projekt

Das Allerheitlmittel für das Ethereum Projekt? Das Raiden Projekt soll das Bitcoin Lightning Network für Ethereum sein. Ziel ist es hier die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen, und die Transaktionskosten gering zu halten. Wir haben gesehen, dass in der Vergangenheit (speziell gegen Ende von 2017), die Transaktionsgeschwindigkeit und -Kosten stark gestiegen waren, sowohl bei Ethereum als auch Bitcoin. Auch hierzu ein Video (leider Englisch) für euch:

Obwohl das Raiden Network Projekt an verschiedenen Stellen die brain bot AG als Initiator nennt, finde ich das Projekt nicht auf der offiziellen Webseite, nur Trustlines und HydraChain sind auf der Projektseite gelistet. Ich kann mich noch erinnern, das das Projekt letztes Jahr dort auftauchte. Im letzen Projektupdate vom 16. April, steht dass das Projekt von brainbot lab Est geführt wird. Einem Unternehmen mit Sitz in Lichtenstein. Ich gehe davon aus, dass durch das durchgeführte ICO, ein klarer rechtlicher Rahmen nötig war, um die RDN Tokens zu generieren. In Deutschland ist der rechtliche Rahmen noch etwas unklar.

Das HydraChain Projekt

Wo es Public Blockhains gibt, gibt es auch Private Blockchains. Auch im Falle von Ethereum arbeitet Menschen an permissioned Distributed Ledgers. Das möchte das HydraChain erzielen. Die Projektseite beschreibt sich wie folgt:

HydraChain war die erste Erweiterung, die erlaubte private Chains auf Basis des Ethereum-Protokolls zu ermöglichen. Die Proof-of-Concept-Implementierung unterstützt die Erstellung von blockchainbasierten Anwendungen, die den organisatorischen und regulatorischen Anforderungen wie KYC- und AML-Compliance entsprechen und ein alternatives Konsensprotokoll unterstützen, das nicht auf Proof-of-Work basiert. (frei übersetzt vom Englischen ins Deutsche)

Für das HydraChain Projekt gibt es noch keine eigene Webseite. Aktuell wird auf die Github Projektseite referenziert. Hier finden wir heraus, dass das Team schon seit September 2015 am Quellcode der Ethereum-Erweiterung arbeiten. Seit März 2016 wurde jedoch keine weitere neue Version veröffentlicht. Es scheint drunter und drüber zu gehen zwischen den Projekten 😉

In unserem dritten Meetup in Mainz hatten wir verschiedene Distributed Ledger Technologien und dessen Kategorisierung behandelt. Falls euch die Begriffe irritieren, könnt Ihr euch die Slides hier nochmal anschauen.

Ich bin gespannt was mit den Projekten HydraChain und Trustlines Network in den kommenden Monaten passiert. Zu einem gewissen Zeitpunkt werden wir evtl. ICOs zu diesen beiden Projekte sehen, um die Weiterentwicklung zu sichern. Das Raiden Network zeigt Fortschritt auf Github und mit der aktuellen Roadmap Neuigkeit, scheint, dass hier die Entwicklung voran geht und wir ein Schritt weiter sind Ethereum schneller zu machen. Mit beeinflusst von einem Mainzer Unternehmen! Allen voran Heiko Hees.

Kennt Ihr jemanden aus Mainz oder Rheinhessen der sich intensiv mit Blockchain beschäftigt? Schreibt mir doch einfach eine E-Mail –> hello@vuncion.com