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UNECE, Blockchain und Health

Als Contributor für positiveblockchain.io wurden Lucas Zaehring und ich im Juni 2018 zu einem Treffen nach Frankfurt eingeladen. Das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FiZ) unterstützt eine Initiative, die sich dem Ziel gewidmet hat den Bereich „Health and Well-Being“ der UN Sustainable Development Goals (SDG) nach Frankfurt zu holen. Insgesamt gibt es 17 Ziele, die jeweils von einem „Center“ koordiniert wird. Für den Gesundheitsbereich fehlt ein solches Kompetenzzentrum. Konkret geht es um die „Errichtung eines PPP-Kompetenzzentrum für nachhaltige Gesundheit unter dem Dach der UNECE in Deutschland„.

Das Ergebnis des Treffens wurde mündlich festgehalten, dass Lucas als Gründer von PB bei der Initiative mitwirkt. Als Contributor ist im Gespräch, dass wir als Sparring Partner unterstützen werden. Da wir aktuell erst in der frühen Phase sind, gibt es noch keine konkreten Pläne. Sobald die Aktivitäten starten, werde ich hier darüber berichten.

Mich persönlich ist es von starker Interesse im Gesundheitsbereich einzusetzen. Weil mich persönlich die Prozesse im Gesundheitssystem einfach nerven. Einige Startups und Projekte zeigen, dass mit Hilfe von DLT/Blockchain Prozesse in der Gesundheitsbranche verbessern kann. Sei es die Patiendaten sicher zu speichern, DNA-Informationen dezentral zu speichern oder den gesamten Prozess zwischen Patient, Arzt, Apotheken und Versicherungen auf Basis von DLT abzuwickeln. Wichtig ist, dass wir als Patienten wieder den Fokus bekommen und uns nicht in bürokratische Wollknäul verheddern. Besonders werden Menschen in Ländern die Vorteile genießen, die es etwas nötiger haben als Deutschland.

Ich hoffe bald mehr über das PPP-Kompetenzzentrum berichten zu können.
Meinen Teil der Präsentation folgt hier:

 

Blockchain-Workshop bei der AfB-Group – Ein Rückblick

Die Einladung zu einem Blockchain-Workshop landete im März 2018 in meiner Inbox. Lucas Zaehering der Gründer von positivblockchain.io brauchte Unterstützung. Ich zögerte nicht lange und sagte zu. Für eine Unternehmung wie der AfB-Group, die das Ziel hat 500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen, ist es wert. Wissen zu Blockchain zu vermitteln, um Aufklärung zu betreiben. Am 06. Juni 2018 war es soweit. Lucas, Felix, ich und spontanerweise auch Matthieu aus Paris waren on Tour nach Ettlingen. Es geht zum AfB-Forum 2018, welches alle 2 Jahre statt findet. Partner, Kunden und Mitarbeiter der AfB-Group verbringen einen schönen Tag gemeinsam direkt in der AfB-Zentrale. Das Gelände wurde besichtigt, Vorträge gehalten, gutes Essen & Trinken genossen und sich von Workshops inspirieren lassen. Alles Aktivitäten, um verschiedene Personen bei der AfB zu vernetzen.

Zur Eröffnung startete der Moderator Markus Brock (TV-Moderator 3Sat und SWR) das Forum und stellt das Format vor. Nach der Begrüßung und Rede des Gründers Daniel Büchle ging über in eine Podiums-Diskussion mit Vertretern aus der IT-Branche zum Thema „Nachhaltigkeit in der IT“. Das Thema Blockchain ließ sich der Moderator nicht nehmen. In der zweiten Hälfte der Podiums-Diskussion stellte Markus Brock jedem Podiums-Teilnehmer Fragen zur Blockchain-Technologie. Gefühlt nahm das Thema Blockchain ca. 50% der Diskussion ein. Für unser Blockchain-Workshop war das eine steile Vorlage.

Wir waren überrascht, wie sehr an manchen Stellen auch bei IT-Führungskräften der gängige Kritikpunkt bzgl. Energieverbrauch sich in den Köpfen platziert hat. Daran sehen wir, dass Menschen die Krypto-Währung Bitcoin mit der Blockchain-Technologie gleichsetzen. Aus diesem Grund ist Blockchain für die meisten in der Podiumsrunde noch keine Option. Wir schmunzelten und freuten uns auf unseren Blockchain Workshop am Nachmittag.

Nicole Cvilak - Head of Project Management AfB Group„Der Workshop hat sehr gut das natürliche Zusammenspiel zwischen der sozialen Welt und Blockchain aufgezeigt. Er hat mich bestärkt mehr in diese Richtung zu gehen und die Möglichkeiten der Blockchain für unser Social Business zu analysieren. Den Workshop empfehle ich gerne weiter. Uns allen bei der AfB Group hat es gefallen.“ (Nicole Cvilak, Head Project Manager, AfB Group)

Der Blockchain-Workshop

Unser Workshop-Raum war gefüllt mit ca. 30 Personen. Wir fingen etwas verspätet an, da die vorherigen Workshops zeitlich überzogen haben. Von ursprünglichen 90 Minuten blieben uns nur noch 60 Minuten. Wir mussten also Gas geben. Felix setzte am Anfang direkt ein Statement zum Energieverbrauch. Es gibt private Blockchains, Konsortium Blockchains, Bitcoin ist nicht gleich Blockchain und klärte somit zum Start die Fronten. Damit zeigte zeigte er, dass die IT-Experten-Runde noch Blockchain-Nachilfe brauchten ;). Die Aufmerksamkeit der Workshop-Teilnehmer hatten wir soweit gewonnen! Der Titel unseres Workshop hieß „Blockchain for Good Supply Chains„. „Good“ im Sinne von positiv und nicht im Sinne von „Ware“. Lucas startete mit aktuellen Trends und Beobachtungen in der Welt. Welche Projekte liefen bzw. laufen aktuell bei der UN, Weltbank und anderen Institutionen? Mit positiveblockchain.io gab er den Teilnehmer des Blockchain-Workshops ein Überblick von „guten“ Projekten mit Social Impact. Danach übernahm ich das Zepter (den Remote-Controller) und gab eine Einführung in die Blockchain-Technologie. Felix folgte dann mit Fallbeispielen aus der Supply Chain Industrie und endete mit einem Ausblick und Herausforderungen der Blockchain-Technologie.

Blockchain-Workshop Afb Forum Blockchain-Workshop Ausklang und Networking

Wir hatten nur 60 Minuten für geplante 90 Minuten. Im D-Zug Tempo endete unser Workshop und wir erhielten sehr gutes Feedback von allen Teilnehmern. Visitenkarten wurden ausgetauscht, Fragen beantwortet und wir wurden als „The New Kids on The Block“ tituliert :D.

Ausklang und Networking

Nachdem Workshop versammelten sich alle Besucher im großen „Saal“ zur Abschluss-Zeremonie des Tages. Markus Brock fasste teilweise Workshops nochmal zusammen für Besucher, die den einen oder anderen Workshop nicht teilnehmen konnten (Workshops verliefen parallel). Und die „New Kids on The Block“ traten gemeinsam nochmal vor alle Besucher und hielten ein „Plädoyer“ für die Blockchain-Technologie. Daniel Büchle bedankte sich bei allen und alle Workshop-Leaders erhielten noch ein kleines Geschenk. Eine Powerbank aufladbar mit Sonnenenergie. Sehr nettes Spiezleug für Kids.

Blockchain-Workshop Zusammenfassung auf der Bühne Dankes Rede Daniel Büchle und Geschenkeübergabe

Zum Ausklang des Tages gesellten sich Besucher, Teilnehmer und Redner auf dem Firmengelände der AfB-Group zu BBQ und kühlen Getränken. Nach einem sehr heißem Tag war das bitter nötig. Danach ging es wieder zurück nach Darmstadt, Frankfurt und Ingelheim.

New Kids on the Block

BBQ, Networking und Diskussionen Felix und Lucas diskutieren mit Markus Brock

Mein Fazit und Beobachtungen des Tages und zu dem Blockchain-Workshop

  1. Meine Annahme, dass Blockchain von vielen schon auf der Agenda steht wurde durch das Feedback der Teilnehmer widerlegt.
  2. Blockchain-Fallbeispiele helfen das „Aha“-Erlebnis bei Blockchain-Neulingen zu schaffen.
  3. Das Wissen bei IT-Führungskräften kratzt an der Oberfläche und braucht noch viel mehr Tiefgang, um die Vorteile und Potenziale von Blockchain zu nutzen.
  4. Es macht Spaß mit Menschen wie Lucas und Felix Workshops zu halten.
  5. Wir können Menschen durch unsere Motivation für Blockchain inspirieren.
Du hast Bedarf an einem Blockchain-Workshop? Gemeinsam mit Lucas, Felix und mir (den New Kids on the Blocks) oder nur von mir alleine? Wir/ich freuen uns auf deine Anfrage.

5 Blockchain Beratungsunternehmen aus Rhein-Main

Um weitere Köpfe für unsere Crypto Community Mainz zu finden, recherchierte ich nach Unternehmen die Blockchain Beratung anbieten. Jedoch keine 0815-Beratern, die dir alles verkaufen wollen sondern mit Inhalt und Denkanstößen dich und dein Unternehmen nachhaltig voranbringen möchten.

Codecentric AG – Blockchain Lab aus Frankfurt

 

Logo Codecentric

Einen direkten Kontaktpunkt hatte ich über den Bundesverband Blockchain mit der Codecentric AG. Kai Herings hatte ein Slack Channel erstellt für den Einsatz von Blockchain in Supply Chain. Als Innovation Accelaration Lead entwickelt er mit Kunden an neuen Produkten und Geschäftsmodellen. Der ersten Blog-Beitrag zu Blockchain erschien am 21.08.2017. Seit dem hat das Blockchain-Team 10 Artikel verfasst zum Thema. Schön zu sehen und zu lesen ist das hands-on Tutorial zur Integration von RuuviTag mit IOTA, da ich aus persönlichem Interesse mit IOTA intensive beschäftige. Für das Knowledge-Sharing in Form von Tutorials und Insights, erhält Codecentric von mir 10 Points! Wie du evtl. von den Blogbeiträgen und generellen Texten zu Blockchain liest, sind die Inhalte eher von „Techies“ geschrieben. Ganz klar sagen die Autoren auch, dass Blockchain nicht das Allheilmittel ist.

Wie alle großen Technologie-Erfindungen unserer Zeit findet aber auch ein Hype statt, und einige Firmen sehen die Blockchain als eierlegende Wollmilchsau an. Dies ist nicht der Fall, ein Einsatz muss wohlüberlegt erfolgen. Trotzdem sollte man am Puls der Zeit bleiben und das Geschehen zumindest beobachten.

Die Codecentric AG hat mehrere Standorte in Deutschland. Unter anderem auch in Frankfurt. Im März 2018 wurde der Chainday veranstaltet, eine kostenlose Veranstaltung die Kunden und Interessierten einen guten Einblick in Distributed Ledger Technologie verschaffte. Deutschlandweit ist die Codecentric AG im Community Bereich sehr aktiv.

brainbot AG – Ethereum Blockchain-Beratung und -Entwicklung aus Mainz

 

Logo brainbot AG

Eins der führenden Köpfe und Blockchain-Unternehmen aus der Rhein-Main Gegend, wie ich in einem vergangenen brainbot Beitrag bereits geschrieben habe. Gerne würde ich etwas mehr über ihre Blockchain-Aktivitäten schreiben. Jedoch ist die brainbot AG nicht sehr aktiv in der Rhein-Main Region. Seit Ende 2017 sind keine Blogbeiträge mehr verfasst worden. Community-Arbeit kann ich leider auch keine beobachten. Öffentliche Vorträge in der Region auf Meetups oder Konferenzen in Deutschland habe ich auch keine finden können (außer speziell zu Ihren Projekten, die unter einer eigenen Produktmarke laufen). Auf der Service Seite stellt das Team konkret vor, welche Blockchain-Dienstleistungen angeboten werden. Ansonsten ist das Team in Mainz aktuell schwer zu erreichen. Gerne würde ich mehr positive Informationen über die brainbot AG hier schreiben, jedoch gibt es keine konkrete Fakten. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT aus Darmstadt

 

Logo Frauenhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie

Wenn es um IT-Sicherheit und Datenschutz geht, spielt das Frauenhofer-Institut SIT weit vorne mit. Im Leistungsangebot des Instituts findest du auch Blockchain-Beratung. Doch halt… da gibt es auch noch DAS Frauenhofer-Institut, das Frauenhofer-Institut IML, das Frauenhofer-Verbund IUK-Technologie und das Frauenhofer-Institut FIT. Alle beschäftigen sich mit Blockchain. Das war bei der Recherche etwas undursichtig. Ich nutze also die Suchfunktion auf der Webseite der SIT und gebe „Blockchain“ (für die Nerds unter Euch, schaut dir mal den GET-Parameter an. Der Query-Parameter ist gehashed 😉 ) ein. Als Ergebnis erhalte ich eine Liste an Veranstaltungen und Programmen, an denen die SIT als Gastgeber Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Unter anderem für die Gesellschaft für Informatik unter dem Namen GI-ECOM Workshop, dem 28. SmartCard Workshop, den Eberbacher Gespräche und einer Preisverleihung an Eduard De Jong. Ansonsten findet man keine weiteren relevanten wissensvermittelnden Quellen zu Blockchain auf der Webseite des Frauenhofer-Instituts SIT. In den Event-Programmen trägt die SIT bisher nur zu Themen wie „Einführung zu Blockchain“ bei. Ich gehe davon aus, dass die Inhalte gezielt so ausgelegt sind, da deren Fokus auf Kryptographie liegt. Schade, ich hätte mehr erwartet. Vorallem da die Seite den Services des SIT folgende Dienstleistungen bewirbt:

Das Fraunhofer SIT bietet eine umfassende allgemeine Einführung in die Technologie und berät in Bezug auf die Möglichkeiten, den Nutzen sowie Vor- und Nachteile von Blockchain-Technologien in konkreten Anwendungsszenarien. Als neutrales Institut kann das Fraunhofer SIT durch seine Kompetenz in der Informationstechnologie auch in der Frage beraten, ob und welche Blockchain-Technologien sich für einen bestimmten Einsatzzweck eignen und ggf. effizientere Alternativlösungen empfehlen.

Ich plane gerade ein Blogartikel und eine Präsentation für den 04. September 2018 über die Blockchain-Forschung und Entwicklung in Deutschland und der Region. In diesem Meetup und kommenden Blogbeitrag widme ich mich Aktivitäten von Institutionen, unter anderem von den verschiedenen Frauenhofer-Instituten, die Forschung und Entwicklung zu Blockchain betreiben.

LEADVISE Reply GmbH – Managementberatung aus Darmstadt

 

Logo Reply Leadvise

Entweder macht das Team von Leadvise sehr gutes SEO oder der Google Suchalgorithmus ist sehr schwach geworden. Auf Twitter gab es in den letzten 12 Monaten zwei Tweets über Blockchain. Einen Retweet über einen Zeit-Artikel. LinkedIn als auch XING-Neuigkeiten zeigen auch keine Signale zu Blockchain-Inhalten. Veranstaltungsmäßig lief hier in dem letzter Zeit auch wenig. Ein Blockchain Executive Briefing im Mai 2017 wurde in Frankfurt veranstaltet. Außer zu sagen, dass die Blockchain-Landingpage gut aufbereitete Informationen hat und schön aussieht, habe ich keine weiteren nennenswerten Informationen gefunden. Drei Blog-Beiträge schreiben über Allgemeine Inhalte zu Blockchain und verweisen mit dem Suchbegriff „Blockchain-Beratung für Führungskräfte“ auf die Landingpage. Google was ist los mit dir? Ich suche Blockchain-Berater in Rhein-Main mit guten Inhalten, die auch was in der Community machen! Falls du Leadadvise kennen solltest und weitere Informationen zu dere Blockchain-Akitivitäten hast als meine Recherchen ergeben haben, ich freue mich.

Innoblock GbR (bald UG) – Blockchain-Beratung aus Mainz

 

Logo Innoblock

Die Jungs von innoblock solltet ihr bereits kennen. Felix Green unterstützt mich bei den monatlichen Meetups und sein Wissen über Blockchain ist stark! Seinen Enthusiasmus haben wir in den vergangenen Meetups hautnah erleben können. Er brennt wortwörtlich für die Technologie und die Community. Weiterhin hilft er dem Projekt Positiveblockchain.io. Auf verschiedenen Veranstaltungen klärt er und sein Team über Blockchain auf. Gut für die Community und gut für’s Business ;). Aktuell firmiert sich die GbR in eine UG um. Da einige Projekte in der Pipeline sind. Felix investiert seine Zeit bei der Planung und Umsetzung des Blockchain Camps gemeinsam mit der IHK-Rheinhessen, den Mainzer Stadtwerken und dem Gutenberg Digital Hub. Wollt ihr junge und ambitioniere Blockchain-Berater? Dann ist innoblock eine gute Anlaufstelle.

Fazit

Egal zu welche Blockchain-Beratern du hier gehen solltest, ich denke von allen erhälst du eine gute Beratungsdienstleistung. Möchtet ihr es Technik-lastig, wären Codecentric oder das Frauenhofer-Institut eher die Ansprechpartner, wobei beide ihre Managementberater haben, die auch in Business-Sprache, Blockchain-Technologie verständlich erklären können. Ich persönlich finde Unternehmen sympathisch, die Zeit in den Aufbau von Communities investieren, um das Blockchain-Wissen an die „Masse“ vermittelt. Diese Wissensvermittlung ist gerade jetzt in den Anfängen enorm wichtig. Zum Beispiel wie innoBlock als auch Codecentric. Leadvise scheint eine „typische“ Managementberatung zu sein, die kaum Akvititäten in Bereich Blockchain-Community-Building zeigt.

Ich hoffe der Artikel hat dir Mehrwert gebracht. Er sollte einen Überblick geben welche Blockchain-Berater es in Raum Rhein-Main gibt.

In eigener Sache. Aktuell verschiebe ich meinen Fokus in die Blockchain-Beratung. Das Thema macht einfach zu Spaß. Falls du Interesse einer Zusammenarbeit hast, freue ich mich auf deine Anfrage.

 

Rückblick Crypto Meetup Mainz #5 – 40 Blockchain Social Impact Use Cases

10 oder 20 Blockchain Use Cases hätten gereicht!

Das war der Feedback von einigen Teilnehmern des fünften Crypto Community Mainz Meetups. Sogar Felix meinte, es seien zu viele gewesen ;).

Warum 40? Mein Ziel war es die Vielfalt und die Menge an aktuellen Projekten vorzustellen. In die Breite gehen, statt in die Tiefe. Nur so bekommen wir einen Eindruck, was momentan in der Welt passiert. Die UN, UNOPS, das World Food Program, die EU, die CDC und und und. Alle arbeiten an Prototypen, Proof-of-Concepts, um die Vorteile der Blockchain-Technologie zu nutzen. Mit dem Ziel nachhaltige Lösungen für Länder und Menschen zu finden. Sei es im Gesundheitsbereich, in der Energiewirtschaft, im Finanzsektor, in der Agrarwirtschaft oder anderen Bereichen. Fakt ist, dass all diese Blockchain-basierten Projekte mehr sind als nur Bitcoin und Kryptowährungen. Mehr als Trading und ICO. Mit den 40 Projekten erwartete ich ein „Wow“-Effekt. Ich hoffe es ist gelungen!

Ich sollte anfangen die Anzahl der Teilnehmer zu erfassen. Gefühlt war der Open Space Bereich des M1-Coworking-Spaces voll. Leute standen oder mussten sich zusätzliche Stühle holen. Gefühlt so ca. 45-50. Während jeder sich kurz vorstellte, kamen wir zu einem Teilnehmer, der kein Deutsch sprach. So entschieden wir uns den Vortrag auf Englisch zu halten (wir hatten das schon so vorbereitet, da wir Anfragen hatten).

Besonders freute ich mich, dass ich Sam Liban überreden konnte zu kommen, der mit seinem Projekt TheSunProtocol Menschen in Afrika helfen möchte. Da er aus der Nachbarschaft Wiesbaden kommt, war das auch keine Weltreise nach Mainz. Nicht war Sam! Blockchain verbindet! Danke für deine Teilnahme und auch persönlichen Beitrag. Auch ein Dank an dein Team-Mitglieder, die da waren. Wir hatten Gäste aus Bonn, Darmstadt, Frankfurt und sogar aus Paris! Matthieu Lepine, ist extra nur wegen unserem Meetup nach Mainz gekommen! Yeeeha! Ein Grund, warum wir die zweite Hälfte des Meetups weiter auf Englisch gehalten haben (der andere Englisch-sprachige Mensch, war plötzlich weg).

Ich startete mit einer Einleitung und teilte meine Beobachtungen durch Beispielprojekte von Institutionen, die bereits Blockchain-Projekte planen bzw. umgesetzt haben. Danach ging es über zu Felix Green, der aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Supply Chain einige interessante Use Cases vorstellt. Besonders hervorzuheben, ist sein persönlicher Bezug zu Projekten die etwas mit Afrika zu tun haben, da Felix seine Wurzeln in Süd-Afrika hat. Entsprechend zeigte sich seine Empathie für diese Projekte in Form von geballten Emotionen und Antworten auf Fragen zu den Projekten ;).

Nach einer kurzen Pause, die wir alle brauchten (es war sehr warm und die Kehle durstete nach Flüssigem), ging es dann weiter mit meinem Part. Gesundheit, Energie und Finanzen. In meinen Recherchen habe ich einiges über die Gesundheitsbranche gelernt. Zum Beispiel habe ich in einem Whitepaper gelesen, dass es einen jährlichen Bericht über „Data Breaches“ im Gesundheitssektor gibt. Dieser Bericht wird von der Protenus, Inc. in Zusammenarbeit mit DataBreaches.net erstellt. Oder, dass es ein Global Findex Bericht gibt.

The Global Findex database is the world’s most comprehensive data set on how adults save, borrow, make payments, and manage risk. Launched with funding from the Bill & Melinda Gates Foundation, the database has been published every three years since 2011. The data are collected in partnership with Gallup, Inc., through nationally representative surveys of more than 150,000 adults in over 140 economies. The 2017 edition includes updated indicators on access to and use of formal and informal financial services. And it adds new data on the use of financial technology (fintech), including the use of mobile phones and the internet to conduct financial transactions.

Den Bericht kannst du direkt auf der Webseite herunterladen, die Daten stehen sogar als Excel-Datei zur Verfügung. Vielleicht sollten wir doch mehr über Krypto-Währungen und Financial Inclusion sprechen?

Wir beendeten den offiziellen Teil um 21:45 Uhr und danach ging es in den Networking/Diskussions-Teil. Gruppen bildeten sich, es herrschte ein Grundrauschen an Informations- und Wissensaustausch. Bis dann um 23:00 Uhr sich der letzte harte Kern auflöste. Wie üblich 😉

O-Ton des Abends:

„I can try and show you the light, but if you don’t want to see, then fuck you and die in darkness.“ (Felix Green)

„Warum braucht man dafür Blockchain?“ (verschiedene Teilnehmer stellten die Frage bei Use Cases)

Blockchain Meetup Mainz - #5 - Austausch und Diskussion Blockchain Meetup Mainz - #5 - gespannte Teilnehmer Blockchain Meetup Mainz - #5 Felix Green

Ich freue mich auf den 07. August, an dem wir das Team von ETHLend in Mainz begrüßen dürfen. In den nächsten Tagen schreibe ich einen Rückblick zu unserem Vortrag und Eindrücke bei der AfB-Group.

Du warst nicht dabei oder hast es verpasst? Hier geht es zu den Slides. Oder schaue es hier gleich an.
Tipp: Alle Screenshots sind mit einem Link hinterlegt. Die Bilder der Gründer (den Part von Nhan) sind ebenfalls Links direkt zu den LinkedIn Profilen der Person hinterlegt.

P.S.: Wer Lust auf ein Blockchain Stammtisch in Mainz hat. Registriere dich bitte hier. Das soll ein erste Test sein, ob genug Interesse besteht sich auch in „noch“ informeller Form kennenzulernen und auszutauschen.

Sparkasse Mainz und Blockchain?

Auf meinen Recherchen über Firmen und Köpfe in Mainz und Rheinhessen google ich unter anderem das Stichwort „Blockchain Mainz“. Hierbei stolperte ich über verschiedenen Beiträge der Sparkasse Mainz, direkt in den top 10 Suchergebnissen von Google. Nun gut, dachte ich mir. Dann widme ich diesen Beitrag der Sparkasse Mainz.

Die Bierdeckel Metapher

Meine Sparkasse Rubrik Wissenswertes

Auf der Webseite der Sparkasse Mainz findest du unter der Rubrik Wissenswertes aktuell (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meines Artikels) vier Beiträge zum Thema Blockchain und Distributed Ledger. Der erste Artikel erschien am 6. Oktober 2017 mit dem Titel Die Blockchain auf dem Bierdeckel – ein Erklärungsversuch. Bevor ich diesen Erklärungsversuch kommentiere erstmal mein Chapeau an die Sparkasse Mainz. Es ist notwendig, dass Aufklärung zu diesem doch etwas technischen Thema betrieben wird. Herr Daniel Hörner (Kommunikationsreferent der Sparkasse Mainz) nimmt sich die Mühe, um ein technisch-lastiges Thema in eine leicht verdauliche Kost für den Mittelstand und Verbraucher zu verarbeiten. „…Immer auf der Suche nach aktuellen Verbrauchertipps für Sie.„, wir können der Sparkasse Mainz zustimmen, dass Blockchain & Co. ein sehr aktuelles Thema ist und sicherlich den Verbrauchern hilft ein besseres Verständnis für die Sache zu erhalten.

„Manchmal hält revolutionäre Technologie Einzug in unser Leben, ohne dass wir es mitbekommen.“ 

Ja sie ist revolutionär, jedoch ist sie noch nicht im Leben von uns eingetroffen. Wir verifizieren unsere Identität noch nicht auf einem Distributed Ledger. Wir bezahlen unsere Einkäufe in Deutschland noch nicht mit Krypto-Währungen. Bitcoin ist noch kein offizielles Zahlungsmittel im Lande. Die Gesetzesgrundlagen sind noch unklar und ist Neuland für die deutsche Legislative. Den einzigen Einzug den 99,99% der Bevölkerung mitbekommt steht im Wohnzimmer und nennt sich TV, Mainstream-Media, von halbwissenden Journalisten oder Beratern. Ich spreche hier nicht von base85, CCN, btc-echo, tangleblog oder andere dedizierten online Quellen. Es wäre wünschenswert, dass die genannten Punkte bereits ein Teil meines Lebens wären. Kein Bargeld mehr, kein Papierkram mehr bei Behördengängen und Tanken über den IOTA-Tangle wäre natürlich das i-Tüpfelchen.

Die Metapher beschreibt die Blockchain-Technologie mit Hilfe eines Kneipiers, Bierdeckeln und Gästen. Metaphern sind gut, um komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen, jedoch sollte eine essentielle W-Frage beantwortet werden. Warum? Warum gibt es die Blockchain und warum ist diese so erfolgreich? Verständnis schafft man nur, wenn man die Warum Frage beantwortet. Zu oft wird die Was-Frage beantwortet. Was ist die Blockchain? Das kann im zweiten oder dritten Schritt passieren.

Ich vermisse in dem Artikel das Stichwort „Vertrauen“. Als Gast vertraue ich darauf, dass der Kneipenbesitzer das richtige Getränk und die richtige Anzahl in die Kasse eingibt. Es reicht nicht aus, nur einen Strich auf den Bierdeckel zu setzen. Ich vertraue darauf, dass meine Trink-Kumpanen, keinen Strich hinzufügt und mir etwas unterjubelt, das ich gar nicht getrunken habe. Und ich vertraue darauf, dass der Kneipier die Gäste im erhöhtem alkoholisiertem Zustand meine Geldbörse nicht plündert. Alles Szenarien, die wir in der Realwirtschaft kennen. Aus diesem Grund gibt es Notare, Anwälte, Zwischenhändler und Banken, denen wir vertrauen.

In einer Public Blockchain geht es um vertrauenslose Transaktionen. Du vertraust nicht deinem Gegenüber. Du vertraust nicht einem Intermediär (einem Notar, einer Bank oder sonstigen dritten Partei). Dem einzigen den du vertrauen musst, ist dem Quellcode und dem dezentralen Computer-Netwerk. Wenn du ein versierter Programmierer bist, könntest du den Open Source Quellcode einsehen. Theoretisch möglich, praktisch vielleicht zu aufwendig.

Am Ende verweist der Artikel der Sparkasse Mainz auf ein Interview mit Herrn Joachim Erdle (Leiter Corporate Finance der LBBW) inklusive einem Image-Youtube Video über die Zusammenarbeit der LBBW und der Daimler AG in einem Blockchain-Projekt (Prototyp). Schau selbst.

Was denkst du? Drei Stichworte Private Blockchain, professionelle Teilnehmer und hohe Qualitätsansprüche. Jeder Blockchain-Enthusiast und Idealist wie Andreas Antonoplous würden jetzt aufspringen und laut aufschreien! Drei Eigenschaften, die ein Intermediär nutzt, um seine Dienstleistung und Daseins-Berechtigung an den Endverbraucher zu verkaufen. Eigenschaften, die eigentlich nichts mit den Visionen von Bitcoin zu tun haben. Positiv ist, Unternehmen setzen sich mit der Technologie aus, um Vorteile für Ihre Dienstleistungen zu nutzen. Ob diese Vorteile auch auf den Verbraucher umgelegt werden? Ich hoffe es ist nicht nur ein Marketing-Hülle, die als Aufmerksamkeitsmagnet genutzt wird, sondern solche Projekte wirklich genutzt werden um bessere Dienstleistungen für den Verbraucher zu schaffen.

Die Schweine Metapher

Auch als erstes Kreditinstitut Rheinhessens finden wir dieses Thema spannend und möchten eine kleine Einführung zu Ether, IOTA, Ripple & Co. geben.

Nach dem Erklärungsversuch, kommen wir zu einer „kleinen“ Einführung. Nach einer kurzen Abhandlung des Barter-Geschäftes als Metapher von Schweine- und Ziegenhandel geht der Autor kurz auf Vertrauen ein und auf die Frage „Warum“ ein. Mein Kritikpunkt im ersten Beitrag wird im zweiten Beitrag teilweise entkräftet.

Verfechter von Kryptowährungen bemängeln zudem, dass bei Transaktionen keine Übertragung der Geldwerte auf digitalem Weg direkt zwischen zwei Parteien möglich sei – dazu sind als vermittelnde Instanz bis heute Banken nötig. Die Idee hinter Kryptowährungen ist, von diesen Gegebenheiten unabhängige Währungen zu erschaffen.

Warum schreibt der Autor im Konjunktiv „…dass bei Transaktionen keine Übertragung der Geldwerte auf digitalem Weg direkt zwischen zwei Parteien möglich sei.“ Sind bei Krypto-Währungen Peer-2-Peer Transaktionen nicht möglich? Wieso schreiben er in Annahmen? Gerne kann ich Herrn Hörner persönlich demonstrieren, wie ich ihnen über myetherwallet oder einem Ledger Nano S eine P2P-Transaktion durchführe. Eine Idee sind Krypto-Währungen schon lange nicht mehr. Schauen wir uns auf die Liste der Länder, die Bitcoin als legal oder offizielles Zahlungsmittel erlauben. Diese Liste ist ein Indiz, dass wir nach 10 Jahren schon lange von einer Idee weit entfernt sind.

Wer sich an der Berechnung der Verschlüsselung der Blockchain beteiligt, kann als Belohnung dafür Coins der entsprechenden Währung erhalten.

Die Teilnehmer des Netzwerkes mit einem „Mining“ Status werden nicht für die Verschlüsselung belohnt, sondern müssen einen Schlüssel per Brut-Force raten. Transaktionen und Blöcke werden von jedem Full-Node verschlüsselt. Für diese Arbeit gibt es keine Belohnung.

Anschließend können Sie Ihre Coins online, oder noch besser, mit Hilfe einer Software („Wallet“ genannt) auf Ihrem Computer aufbewahren. Am sichersten sind sogenannte „Offline-Wallets“, mit denen Sie die Coins ohne eine Internetverbindung aufbewahren, z.B. auf einer Art USB-Stick.

Ein schöner Gedanken die „Coins“ physikalisch zu besitzen. Jedoch oft misverstanden. Für den Endverbraucher vielleicht verständlicher und wünschenswerter. Vielleicht kann man die Coins in die Sparsocke stecken und unter die Matratze verstecken? Der Privatschlüssel ist hier das Stichwort. Wie ein Schlüssel zu einem Safe, haben Sie Zugriff auf Ihre Coins oder Tokens. Nur steht der Safe nicht bei dir im Zimmer sondern ist eben „dezentral“. Nur mit diesem Schlüssel hast du die Berechtigung auf „Coins“ in der Blockchain zuzugreifen.

Dass der Bio-Gemüsehändler nun nicht fortlaufend seine Bezahlmöglichkeiten an den aktuellen Bestand an Kryptowährungen anpasst, wundert daher wohl niemanden – sonst würde sein Gemüse bald nur noch als Schweinefutter taugen…

Korrekt, aber dafür geben sie Herr Hörner Verbrauchertipps. Welche Krypto-Währungen sind stabil und verschwinden nicht in den nächsten 5 Jahren? Es gibt in Australien Imbissbuden-Besitzer, die Krypto-Währungen akzeptieren. In Japan gibt es Sushirestaurants. Oder schauen wir uns doch wieder eine Liste an Unternehmen an, die Krypto-Währungen als Zahlungsmittel akzeptieren.

Wer also mit dem Gedanken spielt, sein mühsam Erspartes in eine Kryptowährung zu investieren, der sollte sich überlegen, was ein Totalverlust für ihn bedeutet. 

Korrekt. Der Handel mit Krypto-Währung ist riskant. Das Investment in Krypto-Währung ist ebenfalls riskant. Ist der allgemeine Handel mit Devisen oder Investment in Fonds und Aktienmärkten nicht generell risikoreich? Wer sagt, denn, dass man all sein Hab und Gut anlegen muss? Angstgefühle schüren hilft bei Aufklärung nicht. Eine Einführung zu einem Thema zeigt Vor- und Nachteile. Bisher lese ich eher Nachteile in den Artikeln. Wenn die Sie Dogecoin als Beispiel eines sinnfreien Coins nehmen, dann schauen wir uns bitte doch nochmal auf die Definition von Geld. Sobald Menschen ein Ding als Zahlungsmittel anerkennen, dann ist es als Geld anzusehen. Dass Dogecoin als Fundraising-Mittel genutzt wird, um zum Beispiel die Teilnahme der Jamaica Bob-Manschaft an den olympischen Spielen zu finanzieren, gibt dem Coin Sinn für Zahler und Empfänger und hat somit Anspruch von Geld. Da Dogecoin auf einem Sekundär-Markt gehandelt wird, zeigt, dass es einen Wert hat für Verkäufer und Käufer.

Die Ripple-Welle Metapher

Welle

Was ist denn besonders an der Ripple-Welle? Was ist innovativ an der Technologie? Ripple nutzt die Welle von Blockchain und Bitcoin, um die eigene Technologie Banken zu vermarkten. Die Technologie von Ripple nutzt einen Distributed Ledger (Konten in einer verteilten Datenbank auf verschierenden Ripple-Servern). Es handelt sich eher um eine Zahlungsprotokoll als eine Krypto-Währung. Die eigenen Krypto-Währung XRP soll als „universal“ Medium dienen, um andere Dinge zu repräsentieren wie Schuldschein, andere Währungen wie dem Dollar oder EUR aber auch andere Krypto-Währungen.

Ripple ist ein Partner statt Rivale? Eine Technologie ist kein Rivale. Hinter Blockchain oder Bitcoin steht keine Organisation, die eine Strategie hat Banken nieder zuwerfen. Es sind Startups und andere Technologie-Unternehmen, die die Technolgie nutzen, um den bestehenden Finanzmarkt aufzurütteln. Doch es ist Ripple, die mit SWIFT rivalisiert. Ripple möchte das Standard-Zahlungsprotokoll zwischen Banken werden. Nur wird hier nicht die Krypto-Währung genutzt sondern eigens entwickelte Produkte wie xCurrent, xRapid und xVia. Transaktionen zwischen Banken nutzen kein XRP!

Ja, Ripple hat ein reales Produkt. Aber auch andere Blockchain-Tech Unternehmen haben ein reales Produkt. Ist Ethereum kein Produkt? Ist Enigma kein Produkt? Ripple hat verglichen zu den noch jungen Blockchain-Unternehmen etwas mehr Zeit gehabt. Nachdem Ryan Fugger 2004 mit der Entwicklung startete und 2012 gemeinsam mit JedMcCaleb und Chris Larsen durchstartete, gab es ein Produkt, welches sie dann weiter entwickelten. 6 Jahre sind eine lange Zeit in der Krypto-Welt. Die meisten Krypto-Währungen haben gerade mal 2-3 Jahre hinter sich. Was werden wir in 4 Jahren sehen? Ein reales Produkt ist ein Produkt, das von Menschen und Organisationen genutzt werden. Und ich glaube, es gibt genügend reale Beispiele, die zeigen, dass diese Blockchain-Technologie bereits genutzt werden.

Es gibt noch einen weiteren Unterschied zu Kryptowährungen wie Bitcoin. Alle Einheiten von XRP (100 Milliarden) wurden mit Entstehung der Kryptowährung geschaffen. 80 Milliarden wurden an die gewinnorientierte Gesellschaft Ripple Labs übertragen, welche davon wiederum 55 Milliarden an die Nutzer ausgibt.

  1. Ripple agiert nach dieser Aussage als Zentralbank? Einer globalen Zentralbank?
  2. Quellen sagen aus, dass nicht alle 55 Milliarden an Nutzer ausgegeben wurden. Aus diesem Grund wurde diese Summe in einen Escrow-Service geschoben, um Investoren zu beruhigen.

Die Effi Briest Erzählung

Es riecht nach Idylle in der Schweizer Voralpenlandschaft. An die Ufer des Zugersees und an die Hänge des Zugerbergs schmiegt sich die 30.000-Einwohner-Stadt Zug. Am Horizont zeigen sich die Berge der Alpen mit ihren beeindruckenden Gipfeln, weiße Spitzen ragen selbst im Sommer in den Himmel.

Die Revolution aus dem Äther – Eine Erzählung aus der Beobachter-Perspektive. Es ist schön zu lesen und weckt meine Erinnerungen aus dem Deutsch-Grundkurs. Effi war auch ein Revolutionärin (und zufälligerweise auch 17 Jahre alt wie Vitalik, der im gleichen Alter Bitcoin entdeckte 😉 ) und hat den Status Quo durch eine Liebesbeziehung gebrochen. Die Story von Vitalik Buterin ist interessant, ob er ein Wunderkind ist, bezweifle ich, begabt scheint er laut Wikipedia zu sein. Er hat das Prinzip von Bitcoin, Smart Contracts von Nick Szabo und virtueller Maschinen kombiniert. Hinzuzufügen, wäre dass er Ethereum nicht alleine entwickelt hat sondern Mitgründer hatte. Über die Technik und die Antwort auf die Fragestellung „Warum Etherum so interessant ist und welches Problem löst es?“ hätte ich mir mehr Inhalt vom Autor gewünscht. Warum ist die Ethereum ein Sakrileg und was ist daran wirklich so revolutionär? Die Vertrauensfrage wurde bei Bitcoin ebenfalls gelöst. Eine Metapher wie in den vorherigen Artikeln wäre hilfreich gewesen.

Fazit

Der Versuch Krypto-Währungen und Blockchain zu erklären ist teilweise geglückt. Sachlich ist hier und da nachzubessern. Gerade da das Ziel der Beiträge sein sollte, Verbrauchern über die Blockchain-Technik aufzuklären. Anstatt ein Projekt der LBBW zu bewerben, welches sich nicht um ein aktives Projekt handelt sondern um ein Prototyp, wäre mehr Inhalt zu der Technik und mehr konkrete Beispiele wünschenswert gewesen. Es ist gut zu sehen, dass in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, Menschen über Blockchain berichten, um hier Aufklärung zu betreiben. Doch ist das Thema relative jung und du solltest online Quellen kritisch hinterfragen (auch meine Seite) und zusätzliche Quellen lesen, um ein breiteres Bild zu Blockchain zu verschaffen.

Zu den Artikeln der Mainzer Sparkasse:

Blockchain an der Universität Mainz

Dieser Beitrag kam nach einem geselligem heißen Nachmittag an der Ingelheimer Mole mit Johannes Heck zustande. Die besten Inspirationen kommen, wenn man mit anderen Menschen spricht. Danke Johannes! Passend zur Reihe Blockchain Köpfe in Mainz und Rheinhessen, geht es heute um den Studiengang Management und Digitale Transformation an der Johannes Gutenberg-Universität (JUG) Mainz.

In der Rhein-Main Gegend ist die Frankfurt School of Finance bekannt für das Blockchain Center. Welche Universitäten sind sonst in Deutschland noch aktiv und was macht überhaupt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Bereich Blockchain?

Blockchain und die Distributed Ledger Technology (DLT) sind noch in den Kinderschuhen. Im Jahr 2016 startete die Universität Kassel eine Forschungsgruppe und erhielt durch die Metamorphoses Braun GmbH Forschungsmittel von 750,000 EUR für ihre Arbeit. Im Dezember 2017 wurden fünf neue Promotionsstellen für die Forschungsgruppe bereitgestellt. Die Hochschule Mittweida forscht laut Webseite seit 2013 an der Blockchain-Technologie. In Darmstadt wurde 2017 ein Forschungsprojekt initiiert, um den Impact von Blockchain und dessen gesellschaftliche Einflüsse zu betrachten. Genauer genommen den Einfluss auf die Arbeit und Organisationen. Das Forschungprojekt ist Teil der Forschungsstelle zur Zukunft der Arbeit, welches durch die Hans Böckler Stiftung bis zum Jahr 2020 gefördert wird. Ich hatte die Gelegenheit mit Moritz Hütten Research Fellow in Frankfurt auf dem Social Impact Lab Event zu sprechen. Er ist als Soziologe im Forschungsprojekt involviert. Seine aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten findest du auf seinem Academia.eu Profil. (Ich bin mit ihm in Kontakt, um ihn für unser Crypto Community Mainz Meetup zu gewinnen, Moritz, wenn du das liest 😉 mein dritter Versuch nun).

Doch was passiert in Mainz? Seit 2017 existiert ein neuer Studiengang für Management und Digital Transformation. Nachdem die Professur ausgeschrieben wurde, entschied sich die Universität Mainz für Herrn Prof. Dr. Andranik Tumasjan. Betrachten wir sein Werdegang und wissenschaftliche Arbeiten, liegen seine letzten Arbeiten im Bereich Blockchain. Unter anderem veröffentlichte er zu seiner Zeit bei der Technischen Universität München ein Paper mit dem Titel „Disrupting Industries with Blockchain: The Industry, Venture Capital Funding, and Regional Distribution of Blockchain Ventures“.

Da der Fachbereich in Mainz noch recht jung ist, finde ich auf der Webseite aktuell nicht viele Informationen. Das Curriculum scheint noch in Konzeption zu sein. Das Team besteht aus einem Professor und einer handvoll an Mitarbeitern. Ich freue mich sehr, dass die Gutenberg Universität hier eine Vorreiter-Rolle in Deutschland einnimmt. Wir konnten in unserem Crypto Community Mainz Meetup bereits den wissenschaftlichen Mitarbeiter Philipp Hülsemann als Gast begrüßen dürfen. Philipp, falls du diesen Beitrag lesen solltest, freue ich mich auf zukünftige Vorträge zu Forschungsergebnissen und Akvititäten eures Fachbereiches!

„Der Lehrstuhl befasst sich mit dem Einfluss der digitalen Transformation auf das Management von Unternehmen und die Entstehung neuer Organisations-, Führungs- und Geschäftsmodelle sowie unternehmerischer Gelegenheiten.

Ein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf den Potenzialen der Blockchain-Technologie für neue Organisations- und Geschäftsmodelle.“

Über Prof. Dr. Andranik Tumasjan

Herr Tumasjan hat seine Wurzeln in den Humanwissenschaften, was ich sehr begrüße. Blockchain und DLT ist meinen Beobachtungen nach zu sehr besetzt mit Finanz- und Technologie-Köpfen. Gerade die digitale Transformation braucht viel mehr Denkanstöße aus der Sicht von Anthropolgen, Soziologen und Psychologen. Denn Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft im digitalen Zeitalter beginnen am System und den Menschen. Aus diesem Grund freue ich mich, dass Herr Tuasjan als Dipl. Psychologe mit verschiedenen Lehrstühlen im Bereich Antropologie und Organisationsentwicklung in Mainz sein Lehrstuhl angetreten ist. Die aktuellen Publikationen verzeichnen noch etwas wenig Material über Blockchain, doch der Fokus für aktuelle und zukünftige Abschlussarbeiten liegt im Bereich der Blockchain-Technologie, wie wir aus der Beschreibung des Fachbereiches sehen.

Einen weiteren Sypmathie-Punkt gewinnt er durch seine Arbeit im Projekt Expatriates‘ social networks during foreign assignment in East Asia. Herr Tumasjan, falls wir uns mal über den Weg laufen, würde ich gerne auf ein Bier über das Thema sprechen. Als ehemaliger Freelancer, Angestellter, Community Builder in Vietnam habe ich da so meine gewisse Beobachtungen über Expats in Südost-Asien 😉

Einen Eindruck von Herrn Tumasjan bekommen wir im folgenden Video, welches im Zentrum für Digitalisierung Bayern gedreht wurde. Er hält einen Vortrag zum Thema Blockchain – eine industrielle Disruption?

Ich bin gespannt, was in der nächsten Zeit hier in Mainz passiert. Good Luck Herr Tumasjan!

Vergangene Events an der JUG in Mainz zum Thema Blockchain: